Das "Twilight Magazin" hat sich heute unsere Demo CD vorgenommen.

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  • Erstellt am: Freitag, 01 August 2014
  • Label: Eigenproduktion
  • V.Ö.: 01 August 2014
  • Bewertung: 15/15
  • Redakteur: Thorsten Zwingelberg

Wer Bootfahren und Metal hören zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählt, könnte mit den Saarländern von IMPACT 36 am Ziel seiner geheimsten Träume sein. Ich weiß zwar nicht, ob der Sechser den Bandnamen beim gleichnamigen Schnellboot entliehen hat, aber ich weiß ganz sicher, dass die sechs Songs des Debüts abgehen wie ne hochmotorisierte Armada.

Guter Metal muss gar nicht immer altbacken und traditionell klingen, damit ich ihn gut finde (auch wenn böse Zungen mir das immer wieder vorwerfen). Das beste Beispiel sind nie Nordlichter von AMARANTHE, die gekonnt verschiedene Stile kombinieren. IMPACT 36 bewegen sich in ähnlichen Gefilden, haben die weiblichen Parts jedoch gegen Ausflüge in den Prog Metal ersetzt. Ohnehin sind IMPACT 36 deutlich hörbar im Heavy Metal verwurzelt, haben diesen jedoch durch todesmetallische Härte und moderne Elemente aufgepäppelt und modernisiert. Da wird mal geschriehen und gegrowlt, dann wieder in bester Metalmanier gesungen – und ich betone dies, denn wir haben es hier nicht mit den stereotypen Metalcore Variationen von Screams und cleanen Vocals zu tun, sondern Jochen und Daniel klingen tatsächlich wie das Beste aus zwei Welten: moderater Death Metal und Prog-Metal bzw. Melodic Metal wie wir ihn von Bands wie ION VEIN, BLOODBOUND & Co kennen. Musikalisch gibt es einen wilden Mix aus Moderne und Tradition, gepaart mit einem ordentlichen Schuss Keyboards und Melodie. Das Geniale ist jedoch, dass dieser Mix niemals kopflos oder deplatziert wirkt, im Gegenteil. Man hört den Songs der erst 2013 gegründeten Band die langjährige Banderfahrung der einzelnen Mitglieder an, denn sie wissen scheinbar wirklich was sie wollen und können dies auch umsetzen. Passenderweise hat man offenbar die entsprechende Aufnahmetechnik zur Hand, so dass „Impact 36“ auch mit einem oberamtlichen Sound aufwarten kann, der die ohnehin genialen Songs noch richtig gut in Szene setzt.

„A New State of Mind“ oder „The Tides“ laufen nun bereits zum wiederholten Male durch meine Boxen und mit jedem Durchlauf wissen die Songs mehr zu gefallen. Tolle Riffs und songdienliche Keyboards werden zu abwechslungsreichen Songs verwurstet, die dann schließlich durch das Gesangsduo den passenden Schliff bekommt.

IMPACT 36 beweisen mit ihrem Debüt, dass Metal durchaus modern sein kann, ohne dass man sich anbiedern muss. „Impact 36“ ist schlichtweg das Beste, was ich in diesem Bereich seit langem gehört habe. Wer Einheitskost sucht, ist hier falsch. Wer wirklich hohe Qualität wünscht, der wird mit „Impact 36“ eine aurale Geschmacksexplosion erleben! Hier dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Scheibe unter dem Banner eines namenhaften Labels in die Läden wandert.